Mentalarbeit

Gesundheit heisst im Ayurveda "Svastha" und bedeutet:
Im Selbst zu Hause sein.

Dass Körper und Geist oder Psyche sich gegenseitig beeinflussen, daran besteht inzwischen selbst in schulmedizinischen Kreisen kein Zweifel mehr. Wo noch vor wenigen Jahrzehnten jeglicher Einfluss von Stress, Traumata und anderen psychischen Gegebenheiten auf körperliche Beschwerden von der rein maschinistisch ausgerichteten, wissenschaftlichen Medizin strikt abgestritten wurde, gibt es inzwischen reichlich Belege aus Psychoneuroimmunologie, Psychosomatik und Epigenetik, die klare Zusammenhänge aufzeigen.
Während der Einfluss von Stress auf Blutdruck und Schmerzsyndrome noch einfach und logisch nachvollziehbar ist, sind andere Forschungsergebnisse doch eher unglaublich und klingen zu fantastisch um wahr zu sein. Haben wir doch lange Jahre gehört, dass wir von unseren Genen gesteuert werden und diesen auch mehr oder weniger hilflos ausgeliefert sind, ist es nun natürlich schwer zu erfassen und noch schwerer umzusetzen, dass unsere Lebensweise sowie unsere Gedanken und Gefühle die Expression eben dieser Gene ein- oder ausschalten können.
Umgekehrt hat oft auch der Körper direkten Einfluss auf unser seelischen Befinden.
So liegt noch auf der Hand, dass zB. chronische Schmerzen meist mit einem Verlust an Lebensfreude und Depressionen einhergehen. Aber dass auch eine Dysbiose der Darmflora direkt (über Botenstoffe) und indirekt auf das Gehirn einwirken kann und so ebenfalls eine Depression (mit-)verursachen kann, macht die Untrennbarkeit von Körper und Geist noch deutlicher klar.
Ein ganzheitliches System kann also nur zu vollkommener Gesundheit gelangen, wenn Körper und Geist und Seele im Einklang sind.

Die Erkenntnis, dass Körper und Geist eine untrennbare Einheit sind, wird in sämtlichen traditionellen Systemen seit Jahrtausend so gelehrt und gelebt.
Mit den traditionellen aber auch neuen Methoden haben wir einen Schatz an Möglichkeiten zur Hand, unser Leben positiv zu beeinflussen und eigenverantwortlich Gesundheit zu fördern.

Wie wir heute wissen, gelangen aber höchstens 2% unserer geistigen Abläufe überhaupt ins Bewußtsein und können dort willentlich gesteuert werden.
Die weitaus meisten Prozesse laufen ohne unser aktives Zutun unbewußt aufgrund von tiefsitzenden Programmierungen ab.
Dies erkennen wir vor allem an emotionalen Reaktionen, die zum Teil gegen unsere Wünsche in bestimmten Situationen immer wieder getriggert werden und oft unser gesamtes Leben beeinflussen.
Selbst wenn wir uns dieser Programmierungen bewußt werden, ist der Versuch diese zu verändern aber oft nur wenig erfolgreich.
Dies liegt daran, dass unbewußte negative Programme (fast) nur auf der Ebene des Unterbewußtseins verändern werden können.

Ein bewährtes und sicheres Mittel mit dem Unbewußten in Kontakt zu treten - aktiv oder passiv - ist die Trance.
Trance ist ein Zustand verändertem Bewußtseins, der mit fokussierter Konzentration bei gleichzeitger tiefer Entspannung einhergeht, während der logisch hinterfragende Verstand in den Hintergrund rückt.
Dabei ist eine Trance weit häufiger, als man vielleicht annimmt und nicht unbedingt mit Schamanismus, Hypnose oder ähnlichen Techniken verbunden.
Während des Einschlafens oder Aufwachens befinden wir uns in einem tranceartigen Zustand, ebenso bei Meditation, Laufen oder Schwimmen, vertieft in kreativen Prozessen, beim Tagträumen und in vielen anderen Situationen.
Nutzt man nun diese Zustände oder führt sie gezielt herbei, kann bis dahin Unbewußtes an die Oberfläche gelangen und gezielt betrachtet, aufgelöst und verändert werden. Es kommt häufig zu neuen Einsichten und Lösungen, die dann auch direkt im Unterbewußtsein verankert werden.
Loslassen, Verzeihen, neue Ressourcen und Liebe sind hier wichtige Schlüsselwörter und Ziel der Arbeit mit dem Unterbewußten.